
Wer vor einer Treppe steht und sie nicht überwinden kann, braucht eine Möglichkeit, sich bemerkbar zu machen. Dafür haben wir der Pfarrei St. Cyriakus Funkklingeln geschenkt. Sie sind jetzt an den Pfarrbüros in Duderstadt, Nesselröden und Seulingen im Einsatz und erleichtern Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Kontakt zu den Mitarbeitenden.
Zur Übergabe trafen sich Propst Thomas Berkefeld und die pastorale Mitarbeiterin Anna Goldhagen mit Ilka Conrad, Behindertenbeauftragte der Stadt Duderstadt, und Martina Weiß, Leiterin der Geschäftsstelle „Inklusion bewegen“.
Unterstützung per Knopfdruck
Mit der Funkklingel können Besucherinnen und Besucher auf sich aufmerksam machen, ohne zunächst die Treppe überwinden zu müssen. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter kann dann nach draußen kommen, Unterstützung anbieten oder das Anliegen direkt vor Ort klären. Wer etwas abgeben, abholen oder eine kurze Frage stellen möchte, muss dafür häufig gar nicht ins Gebäude. Für umfangreichere Anliegen und Gespräche können die barrierefreien Räume des Pfarrheims genutzt werden.
Ein weißes Schild neben der Treppe macht die Klingel gut erkennbar.
Ein erster Schritt zu mehr Teilhabe
Die Pfarrei möchte bestehende Barrieren in den Blick nehmen und mehr Menschen die Teilhabe ermöglichen. Die Funkklingeln sind dafür eine erste konkrete Maßnahme.
„Wir haben uns an ‚Inklusion bewegen‘ gewandt und uns beraten lassen, weil wir zeitnah konkrete Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit umsetzen wollten. Das Optimum ist noch nicht erreicht, aber ein erster Schritt ist getan – und wir bleiben dran“, sagt Propst Thomas Berkefeld.
Die Treppen bleiben zwar eine bauliche Barriere. Die Klingeln schaffen jedoch eine Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten und Anliegen leichter zu erledigen.
Gemeinsam Veränderungen anstoßen
Mit der Geschäftsstelle unterstützen wir Menschen, Einrichtungen und Vereine dabei, Barrieren zu erkennen, Ideen zu entwickeln und passende Kontakte zu knüpfen.
„Wer sich auf den Weg zu mehr Inklusion machen möchte, muss nicht schon die fertige Lösung haben“, sagt Martina Weiß. „Sprechen Sie uns an. Wir schauen gemeinsam, wo Barrieren bestehen, welche kleinen oder großen Veränderungen möglich sind und wen wir dafür miteinander vernetzen können.“